Platt wie die Gegend um München

Gar nicht gut. Wirklich gar nicht gut denke ich mir schon nach 15km bei der unmerklichen Steigung durch das Orangental. Wirklich ganz ganz schlecht. Ich trete wie ein bekloppter und fast nichts passiert, ausser, dass ich den Anschluss an die Gruppe nicht halten kann. Schon beginnt der Anstieg auf den Odou-Pass – das sind 20km von Meereshöhe auf ca. 1200m. Uiuiui denke ich mir, fahren die schnell. Und tippe einige Male auf meinem Computer rum, bis die Geschwindigkeit angezeigt wird. Uuuuups. Die fahren eigentlich ganz gemächlich – ich komme einfach nicht hinterher.

Als Datenfreak bin ich dann doch ziemlich beunruhigt, dass mein Puls sich beharrlich weigert auf über 140 zu steigen. Meine Stimmung sinkt bedrohlich – mistverflucht, ich wollte doch unbedingt durch diesen herrlichen Wald klettern. Freddie, einer unser zwei Guides, flachst: Was Du bist erschöpft? Zu schwach für den Bund deutscher Radfahrer, zeigt mit gespreiztem Daumen mit Mittel und Zeigefinger auf mich und sagt „Peng“. Das heitert mich tatsächlich etwas auf – meine Beine werden aber dennoch nicht besser. Ich melde mich bei der Gruppe ab und entscheide mich, den Odou-Pass eben ganz gemächlich zu erklimmen. Die Landschaft hier ist ein Traum, ich kanns jedem wirklich sehr empfehlen, hier mit dem Rennrad zu fahren…

Für die letzten 10km des Aufsteigs brauche ich fast genau 1 Stunde.Das ist doch deutlich länger als dieses Jahr im Februar, als ich fast keinen km zuvor gefahren bin…Was solls, die Aussicht auf dem Odou-Pass entschädigt für die Quälerei, auch wenn die Rückfahrt zu meinem persönlichen Radsport-Waterloo in 2006 wird. Fast 3h für 50km überwiegend bergab oder flach.

Tags: ,

Einen Kommentar schreiben