Archiv der Kategorie ‘Radreisen‘

Das-alles-falsch-Trainingslager.

Dienstag, den 18. März 2008

Gestaltet Euer Trainingslager doch mal kreativ. Nix mit tollen, wissenschaftlichen Büchern und fundierter online-Trainingsplanung oder gesunder Ernährung. Führt Euch doch mal auf, wie Ihr es schon immer wolltet. Und macht einfach mal alles falsch.

Vor dem Trainingslager

Am besten den Körper komplett herunterfahren. Idealerweise bereits 6 Monate vor dem angestrebten Termin des Trainingslagers. Das vollständige Herunterfahren des Körpers kann prima unterstützt werden durch viel Fast-Food, Alkohol, unregelmäßigen und möglichst späten Schlaf, oder auch durch einen Unfall, der Euch lange ans Bett fesselt. Keinesfalls das Trainingslager durch Training vorbereiten. Da könntet Ihr Weicheier ja auch gleich zu Hause bleiben.

Ausnahmsweise GA1. Juhu. Auch mal nett. Und ich sehe mal nicht fett aus.Fahren mit den Großen. Wer erkennt den korpulenten Radler hinten im roten Dress?Gute Laune durch gutes Wetter? Gift, wenn Ihr alles falsch machen wollt.Am Meer rollts prima. Deswegen: brettern was das Zeug hält verhindert jeden Formanstieg.Sie fahren wirklich rum, die goldenen Shamals. Wirklich. Mit goldenen Contis. Cooooool!Waterloooooooohooooo. Unfit Klettern ist nicht nett, gar nicht nett.Was um Gottes Willen ist denn DAS für eine Einstelllung? Hä?

Während des Trainingslagers

Da Euer Körper völlig am Boden liegt, macht es Sinn, möglichst massiv auf den Körper einzuprügeln. Also nix GA1, brettern was das Zeug hält, ist angesagt. Ruehtage sind selbtsverständlich schädlich weil Zeitverschwendung und was für Luschen. Wenn Ihr in Gruppen fahrt, dann natürlich immer vorne. Gas geben ist alles was zählt, zeigt den anderen, wo der Hammer hängt. Koste es was es wolle. Je höher der Preis, deste größer der Ruhm.

Da Ihr in einem schicken Hotel mit leckerem Buffet seid, schaufelt am besten rein, was Ihr auf den Teller bekommt. Am besten extrem viel Kohlehydrate und Cola. Auf Gemüse, Fleisch etc. bitte vollständig verzichten. Mikronährstoffe führt der geneigte Athlet wenn schon, dann in künstlicher Form zu sich.

Berge sind das Böse. Wenn Ihr GA1 trainieren wollt und total unfit seid, zumindest.Mit Profis trainieren versauts Euch komplett. Rechts: Nicole Leder. Wenn die regenerativ trainiert, dann geh ich am Stock.Grün. Daheim ist alles braun-grau-eklig. Für einen Depressiven die Hölle.GA1 ist alles was zählt. Nur GA! fahren, Leute. GA1 bringt Euch weiter.Tierischer Besuch in einer Aero-Bremse, äh, ich meine den sooooo tollen neuen R-SYS Laufrädern von Mavic.Spaß muss sein. Aber nicht im Trainingslager. Da wird sich gefälligst geschunden. Zefix, Zustände sind das.Spasseken mit Profis. Hier Karl Platt, gar nicht platt nach dem Sunshine Cup auf Zypern.

Nach dem Trainingslager

Füße hoch, schliesslich habt ihr viel geleistet. Und esst mal anständig, hört auf Eure Mütter. Das Training nehmt erst wieder auf, wenn der erste Wettkampf unmittelbar bevorsteht.

Sunshine-Cup, Zypern.

Mittwoch, den 12. März 2008

Aha. So ist das also bei diesen MTB-Rennen. Krasser Sport, krasse Fahrerinnen und Fahrer.

Vor dem Start 1: Yvonne Kraft nervös?Vor dem Start 3: Nö, eher locker würde ich sagen.Vor dem Start 2: Ne, nervös is die nicht.Vor dem Start 4: Der ist auch nicht nervös. Aber müde.Vor dem Start 5: Himmel, die ist viel mehr als dünn.

Vor dem Start 6: Von wegen Ldies First. Die Mädels starten hinten.Rennen 1: Die fahren auch auf Asphalt.Rennen 2: MTB-Rennen ist dann, wenn dieser Belgier vorne fährt und die anderen dahinter.Rennen 3: Deutsches National-Tandem.Rennen 4: Heiligs Blechle.

Rennen 5: Schon wieder der schnelle Belgier.Rennen 6: Uuups.Rennen 7: Nicola RohrbachRennen 9: Pistensau in Action.Rennen 10: So fährt man in eine steile Abfahrt rein.

Von Radfahrern und anderen Menschen (Teil 5)

Sonntag, den 9. März 2008

Teil 5: Umgang mit Verzicht

Das ist wirklich einfach. Für Radfahrer entsteht Genuss durch Verzicht. Andere Menschen genießen immer. Und verlernen dabei das Genießen, weil sie haben es ja immer. Und merken nicht, wie sie das beeinträchtigt.

Verzicht? Welcher Verzicht?

Wenn ichs mir recht überlege, ich bin gern ein Radfahrer. Und das bleib ich auch, soviel ist nach 14 Tagen Radfahren in Zypern sicher. Kann quasi wieder losgehen.

Von Radfahrern und anderen Menschen (Teil 4)

Freitag, den 7. März 2008

Teil 4: Umgang mit fremdem Sport

Andere Menschen beschäftigen sich wahnsinnig gern mit fremdem Sport, also Sport, den sie selbst gar nicht betreiben, leider meistens mit Fußball oder Autorennen.

Irgendwie hab ich ein Problem damit, wenn Deutsche den rechten Arm heben.

Radfahrer verstehen das nicht wirklich. Die putzen lieber ihr Rad. Oder sie ersetzen winzige Schräubchen durch neue Titanschrauben. Oder stoppen Ihre Zeit am Hausberg. Oder noch besser, sie fahren einfach nur Rad. Gern dann, wenn die Nation vor der Glotze sitzt und zuschaut wie 11weiss-schwarz gekleidete Multi-Millionäre einem Ball hinterherrennen. Und dann verehren sie Jürgen Klinsmann, weil der seine Kicker 3h mehr trainieren lässt. In der Woche.

Von Radfahrern und anderen Menschen (Teil 3)

Mittwoch, den 5. März 2008

Teil 3: Umgang mit dem eigenen Sport

Is klar, ne. Andere Menschen reden eher wie Unbeteiligte über den Sport, den sie betreiben. „Man muss ja auch fit bleiben“, „Walking, das ist ne feine Sache, das probier ich jetzt auch mal aus, wenn ich Zeit hab“ oder „Letzte Woche hab ich mit dem Laufen angefangen. Da verbrennt man ja so viele Kalorien, ich hab gelesen, viel mehr als beim Radfahren, das tut mir ja soooooooo gut“.

Blöde Diäten

Radfahrer machen keine Brigitte-Diät, sie zählen Kalorien, kennen Ihr Gewichts/Leistungsverhältnis und optimieren dran rum und quetschen auch noch die letzte halbe Stunde aus Ihrem Alltag heraus, um mit dem Rad raus zu kommen.