Nachdem ich heute nach Ewigkeiten mal wieder auf der Seite der Rad-Bilder des Tour-Forums war, hab ich total verdutzt festgestellt, dass mein holdes Unfallrad ja immer noch Platz 12 der meistangesehenen Räder belegt:
Kann mich eigentlich fast nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal beim Laufen war (vom Radfahren ganz zu schweigen). Heute hat mich das sensationelle Wetter in die Laufschuhe getrieben – und es war toll! Mal sehen, wie das weitergeht.
Ich weiss ja nun wirklich nicht wie es Euch an Weihnachten geht.
Mich jedenfalls beschleicht jedes Jahr so ein Gefühl, wenn ich durch die Strassen gehe, die “Weihnachtsangebote” sehe, diese ganzen Lichter, wie alles aufpoliert wird, wie man im Fernsehen (ok, das weiss ich nur von früher) mit Weihnachtsstimmungssendungen vollgedröhnt wird, oder den Weihnachtsfilmen im Kino. Ist so eine unterschwellige Stimmung, die da suggeriert wird: “An Weihnachten, da soll alles gut sein, das Fest der Liebe usw.”
Nun, ich finde das klasse. Wenn sich Menschen einander zuwenden, gut miteinander umgehen. Und dennoch beschleicht mich jedes Jahr dieses merkwürdige Gefühl. Manchmal, wenn ich sehe, welche Unsummen von Geld in Geschenke investiert werden. Oder letzte Woche, als ich in Hamburg während einer Dienstreise in einem sehr edlen Hotel aus dem Fenster schaute und Draussen einem Mann vorbei gehen sah, dem es gar nicht so gut ging.
Ich will jetzt nicht ins grosse Weltverbesserungshorn blasen. Aber vielleicht denkt Ihr ja wenigstens in den nächsten Tagen an die unter uns, denen es eigentlich ziemlich beschissen geht. Oder vielleicht sogar mehr als nur dran denken. An die zu denken, denen es nicht gut geht finde ich jedenfalls auch schon klasse.
Mal wieder bringts für mich ein Song am besten zum Ausdruck, den ich gestern ausgegraben habe: “The ghost of Tom Joad”, hier in einer live-Version von Bruce Springsteen und Tom Morello (seines Zeichens Gitarrist der von mir sehr verehrten Rage against the Machine). Beides sind hochpolitische Menschen, mit oftmals politischen Songs. Und wie die hier herausbrüllen, was ich oft denke… doch hört selbst:
Für Ivan Basso freuts mich, für Vinokourov auch. Beim einen, dass er wieder erfolgreich zurück ist, nach dem Absitzen der Dopingsperre. Beim anderen freuts mich fast schon, dass die Rückkehr nicht soooooo erfolgreich ist.