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Mark Knopfler, Heineken Music Hall, Amsterdam, 30.03.08

Dienstag, den 1. April 2008

Wer jetzt aus irgendwelchen Gründen einen “objektiven” Bericht will, mag bitte olemax.com verlassen. Jetzt. Los, raus hier.

Mir ist Gott erschienen, wollte ich diesen kleinen Artikel betiteln. Aber Mark Knopfler ist halt nicht Gott – oder womöglich doch?

Der gute Mann schlurgte mit einer unglaublichen Gelassenheit gegen 20.03 Uhr auf die Bühne. Also 3 Minuten zu spät. Keine Vorband, kein relevantes Bühnenbild, kein Gedönse. Und fängt dann einfach mal an, paar entspannte Songs zum besten zu geben. Produziert seine wunderbaren Melodien einen Tick ruppiger als auf den Alben, baut in vielen Songs einen an klasssiche Theaterstücke erinnernden Spannungsbogen auf, haut dem ihm äußerst zugetanen Publikum einige Soli um die Ohren, die mehr sind als aneinader gereihte Töne. Geschichten erzählt er mit seiner Gitarre, die dort anfangen, wo die Texte enden. Und wird deswegen (ich meine zurecht) von seinen Zuhörern bejubelt.

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So einfach ist das wohl mit guter Musik. Kaum stehst mal 30 Jahre auf der Bühne, schreibst ein paar hundert Songs und veröffentlichst ein Dutzend Alben, schon hast es drauf. Was Mark Knopfler da treibt ist so unendlich weit weg von diesem Casting-Show-Gewürge, es lässt sich kaum in Worte fassen. Die Casting-Typen sind gemachte Marionetten, Marketing-Produkte; Mark Knopfer und viele seiner Kollegen sind Künstler. Und das ist gut so.

Klar, Mark Knopfler ist nicht Gott. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass er besser Gitarre spielen kann. Sehr sicher.

Hi Freaks: Tocotronic in der Tonhalle, München

Donnerstag, den 1. November 2007

Was erwartet man von einer Band, die man wegen Ihrer filigranen Arrangements, der höchst lyrischen Texte und Ihrer Andersartigkeit kennengelernt hat? Na klar, ein ebensolches Konzert.

Doch bereits das in der Tonhalle anwesende Publikum lies anderes erwarten, wirkten die Gäste der Band doch eher, naja, sagen wir mal… brav.

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Kaum schlurgte die Band auf die Bühne “Guten Abend. Wir sind die Rockgruppe Tocotronic” war der geneigte Schreiberling doch über ihr fast schon biederes Äußeres ziemlich verblüfft. Auch als sie sich vor dem ersten Song ganz artig und bescheiden vor der tobenden Menge verbeugten.

Was dann folgte entzieht sich jeder Beschreibung. Das erste Lied währte gerade eine Minute, da tobte, schrie und pogotanzte die ganze Halle. Messerscharfe Gitarrensounds, brachiale Rhytmen, eine perfekt eingespielte Band (für eine frühere Tournee haben Tocotronic mal in Sibirien gespielt) und ein gelegntlich fast schon ekstatisch aber immer noch irgendwie melodisch brüllender Sänger.

Kurt Cobain hätte seine Freude daran gehabt.

“Das nächste Stück handelt von der Angst vor der Angst vor dem Alleinsein”. Wow.

So etwas bekommt man von den gemachten Kaspern von Pospstars, oder wie der Mist heißt, natürlich nicht zu hören. Aber von Tocotronic, derzeit noch auf Tour. Ein Ticket kostet gut 20€ und ist jeden Cent wert.

Appetithäppchen:

Manchmal mag ich keine Überraschungen.

Montag, den 17. September 2007

Der Meister hat ein neues Album veröffentlicht. Zugegebenrmaßen bin ich Mark Knopfler-Fan, seit ich bewusst Musik höre und seit dem Alben der Dire Straits wie “Lover over gold” einen herrlichen Kontrapunkt zum ganzen Mist der 80er setzten . Und heute war es dann mal wieder so weit. “Kill to get crimson” ist nun mitlerweile Mark Knopflers 5. Studio-Album.

Mark Knopfler - Kill to get crimson

Wie in seinen vorangegangenen Alben sprüht das aktuelle vor feinsinniger Lyrik, über dessen Bedeutung sich der Meister auch diesmal wieder beharrlich ausschweigt. Die zum Nachdenken und Träumen anregen, untermalt von herrlich reduzierten Melodien und brillianten Rhytmen einer sensationell eingespielten Band.

Wie gesagt, manchmal mag ich keine Überraschungen. Und finds herrlich, dass Musik unkonventionell sein darf. Fernab vom Mainstream und von dem unerträglichen Mist, der aus der Sicht von irgendwelchen quotengeilen Musikmanagern nun einfach mal sein muss.

“So go, forget it, let it all go, let it all go”.

Kaufbefehl!

Gehet hin und kaufet dieses Album…

Donnerstag, den 12. Juli 2007

…denn Kapitulation ist nicht erlaubt ;-) .

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Das Album des Jahres 2006 (Teil3)

Montag, den 30. April 2007

Tja, was wars nun – das musikalische Jahrzehnt der Langeweile in dem sogar Grunge und Techno einen prominenten Platz gefunden haben, oder dann einfach doch nur die logische Konsequenz, dass es nach den bunten und schillernden 80ern einfach mal langweilig werden musste?

1190s

Ich fand die 90er (zumindest musikalisch gesehen ;-) ) ganz ok – wenn auch nicht gerade berauschend.