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Es lebe die Pauschalreise!
Montag, den 20. November 2006Pauschalgebuchte Reisen haben mich schon so manches Mal vor beträchtliche Herausforderungen meines inneren Friedens gestellt: Charterflüge – in diesem Fall Condor.
Die ganze deutsche Touristenmeute stand schon am Checkin schlange, als ich mit meinem Radkoffer ankam. Naja, das verkürzt wenigstens die gemeinsame Wartezeit mit der vor Flugaufregung ganz ungeduldigen Horde von gerade noch rechtzeitig dem real existierenden Sozialismus entrissenen Landsleuten.
Ich stelle mich irgendwo ans Ende der Meute und bin froh, dass sich diese so schnell bewegt. Die anderen Schlangen tun das nicht. Ich denke gerade, warum zum Henker man eigentlich immer an der am scheinbar schnellsten kürzer werdenden Schlange anstehen will, als sich aus der Schlange neben mir ein plötzlich wild gestikulierender Landsmann vor mich stellt. Ich höre nix, denn ich hab mich mit meinen Ohrhörern von den Segnungen der diversen Dialekte abgekoppelt. Als ich dann doch ausstöpsele, werde ich gefragt: „Nu an welscher Schlange stöhst denn an?“ Ich bin völlig perplex, denn in diesem Chaos nach „einer“ Schlange zu fragen überrascht mich doch sehr. 14.40 Uhr antworte ich und bin doch extrem überrascht als mich mein gegenübner anlächelt und sehr freundlich sagt „Ach sö, isch wolld nur möal andesden, wos schnöllr göht“.
Na endlich, denke ich, nur noch einer vor mir, dann bin ich an der Reihe. Da dreht sich der Kollege zu mir um und sagt :“Sach ma, was heisst denn Scheiss Notausgang auf Englisch“. Irgendwie bin ich heute gar nicht ganz bei mir, denn ich antworte „Fucking Emergency Exit“. Und kann mich dann aber nur mit allergrößter Mühe beherrschen als ich den Kollegen sagen höre „Fucking Emergency Exit Bliis“. Das Gesicht der Condor-Mitarbeiterein (ich nehme mal an, sie hat Germanistik in Deutschland studiert) wäre ein tolles Foto.
Also gut, ich fahre nach Hause und schalte in den Wintertrainingsmodus. Der Abschied von den kurzen Radklamotten, der Sonne, den sommerlichen Temperaturen fällt mir schwer, schwerer als ich tags zuvor dachte.
Türkische Grenzer sind keine Spassvögel.
Mittwoch, den 15. November 2006Meine Freude ist sogar so gross, dass ich nach 4 Tagen und ca. 300km (damit könnte ich ja auch mal zufrieden sein….) keinen Ruhetag einlege sondern auf eine flache, lange Tour nach Famagusta in den türkisch besetzten Teil Zyperns mitfahre.
An der Grenze bin ich sehr überrascht, denn der Grenzbeamte der türkischen Besatzer teilt mir in ziemlich schlechten Englisch mit, dass ich bei meinem letzten Besuch nicht ausgereist sei. Und holt den Chef, der mir das freundlicherweise nochmal mitteilt. Leider, leider, leider sucht mich mein Umgang mit bürokratischen Staatsdienern heim. Ich entgegene dem martialisch gekleideten Herrn der, ich bin mir sicher, das ich mir das nicht einbilde, seine rechte Hand auf die Waffe legt, doch, doch ich bin ausgereist, man merke das daran, dass ich ja nicht mehr drin sei. Und lächle dem Grenzer fruendlich ins Gesicht. Er scheint meine Freundlichkeit, miszuinterpretieren, verdunkelt sich sein Gesicht doch bedrohlich. Das sehe er ja, wo ich denn ausgereist sei und einen Schwung weiterer Fragen, die ich dann doch etwas eingeschüchtert beantworte – schliesslich will ich doch mitradeln…..
Es werden 160km mit einem 30er Schnitt an diesem Tag und ich habe das Gefühl, dass ich viel zu viel trainiert habe…
Genussradeln am Gardasee
Sonntag, den 29. Oktober 2006Wunderbar - bin mit Alex zum Genussradeln an den Gardasee gefahren… Herrlich: Sonne, Strasse, See und sehr lockeres Genussradeln. Wie herrlich! Warum bin ich nur in der 2. Saisonhälfte sowenig Rad gefahren? Ich verstehe die Welt nicht mehr…
So stelle ich mir gemütliches Einrollen vor einem Radurlaub vor…











