Und es hält doch.
Montag, den 4. Mai 2009

Ganz furchtbar. Klingt nicht gut, liest sich nicht gut, tut auch nicht gut. Den ganzen Tag nur untätig zuhause herum sitzen. Zum Nichtstun verdammt. Ok. Man kann der Langeweile wirklich etwas Gutes abgewinnen. Aber ohne Bewegung? Spaziergänge sind kein Ersatz für eine Stunde Laufen oder ein paar km Radfahren.
Egal. Ich werde es ertragen und die Erholung genießen. Zumindest versuche ich das.
Lasst Euch nicht von irreführender Werbung beeinflussen. Fast Food macht gar nicht schnell. Full Flavour-Zigaretten stinken extrem (und töten Euch) und in den Gummibärchen, in denen kein Fett ist, sind viele Kalorien.

Deswegen startet am kommenden Montag auch Projekt 85 2.0 und heisst dann Projekt 83. Najaaaaa… vielleicht dann doch nach dem Urlaub.
Wer jetzt denkt Übertraining habe etwas damit zu tun, dass man im Training irgendwas über-tolles geleistet hat, liegt leider falsch. Trainingslehre: 6, setzen. Ich für meinen Teil sitze schon seit Dienstag. Nur eben nicht mehr auf meinem Rennrad.
Unter Übertraining versteht man eine Störung des vegetativen Nervensystems, das sich z.B. an einem stark verringerten Ruhepuls, Schlafstörungen, sehr schnellem Rückgang des Puls nach einer Belastung äußert. Oft treten wohl auch Trainings- oder Wettkampfunlust auf.
Jedenfalls bin ich am Dienstag nach 3h grausigstem Training frustriert vom Rad gestiegen und in die nächste S-Bahn gekrochen. Und schon wars eigentlich klar was passiert ist. Das für meine Verhältnisse sehr intensive Training in den letzten 3 Wochen habe ich noch nicht verarbeitet. Und es leider nicht gemerkt. Übertraining eben.
Da hat auch die regenerative Woche danach nichts mehr geholfen (in der ich zugegebenermaßen sehr viel gearbeitet habe). Therapiert wird Übertraining am besten durch sehr viel Ruhe. Hilfreich sind warme Bäder, Massagen und Stretching.
Also Kinder, aufgemerkt: immer schön aufpassen, dass Ihr Euch nicht zu sehr belastet, aber auf jeden Fall ausreichend erholt. Mahlzeit. Ich sitze jetzt geduldig herum und warte auf Besserung, bis es wieder losgehen kann…
Zugegebenermaßen ist geduldig herumsitzen nicht gerade meine allergrößte Stärke.
Hilfreiche Tipps gibts z.B. unter:
… ist ja widerlich, dachte ich lange zum Gedanken morgendlichen Früshports. Sooooo früh aufstehen und dann sofort Training, womöglich auch noch ohne Frühstück und dunkel ist es im Winter dann ekligerweise ja auch noch. Nein, das ist nichts für mich. Allein der Gedanke, dass ich mich dann morgens eben nicht NOCH einmal umdrehen kann um noch etwas weiterzudösen lies mich frösteln.
Seit ein paar Monaten laufe ich nun trotzdem morgens vor der Arbeit, i.d.R. 2 mal pro Woche. Es ist toll!

Hier die TOP5 Tipps wie Ihr morgens in aller Herrgottsfrüh Eure Hintern aus dem Bett und Eure Füße in die Laufschuhe bekommt.
1. Trefft eine Entscheidung.
Erlaubt Euch einfach zuzugeben, dass ihr das wollt. Ihr wollt Euren Kreislauf in Schwung bringen, Ihr wollt mit Appetit frühstücken (die leckeren Brötchen, die Ihr auf dem Rückweg beim Bäcker holt), Ihr wollt die frische Luft, das Erleben des Sonnenaufgangs… Also entscheidet, dass Ihr das macht. Und freut Euch darauf was Euch daran gefallen wird.
2. Legt am Vorabend die Laufsachen in Bettnähe bereit.
Das ist ganz praktisch. Denn dann habt Ihr vorgesorgt die innerliche Diskussion mit Euch nicht zu führen, ob Ihr die Sachen aus dem Schrank kramt. Wenn Ihr morgens noch verpeilt seid, braucht Ihr auch nicht suchen…
3. Macht Euch die Belohnung klar.
Wie könnt Ihr Euch für 10 Morgen-Läufe belohnen? Was könnt Ihr Euch selbst schenken, wenn Ihr 50 Läufe gemacht habt? Na?
4. Erzählt anderen von Eurem Vorhaben.
Beziehungen halten länger, wenn sie das Paar vor einem möglichst großen Publikum zur Beziehung bekannt hat. Ihr müsst ja nicht gleich heiraten, aber wem teilt Ihr Euer Bekenntnis zum morgendlichen Laufen (“Ja, das mach ich ab Morgen. Jahrelang.”) mit der Euch wichtig ist? Wer kann Euch dabei unterstützen? Wie geht Ihr mit den fettfressenden Schnarchnasen um, die Euch den Wahnsinnig-Stempel aufdrücken?
5. Stellt Euch nicht so an.
So eine Riesen-Überwindung ist es auch wieder nicht. Und es ist einfach toll! In manchen Ländern müssen die Menschen 40km am Tag laufen, nur um genug Wasser zu haben. Also los. Geschätzte 70% aller Zivilisationskrankheiten sind vermeidbar, wenn man regelmäßig, sprich 3-4mal die Woche, Ausdauersport treibt. Seid froh, dass Ihr nicht Rennen müsst um essen zu können.