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Radfahren macht Spass…

Montag, den 24. März 2008

…manchmal aber auch nicht. Hier (Danke, Gerhrad!) eine kleine Minidokumentation, wie unglaublich mies es mir an eigentlich jedem Berg in meinem alles-falsch-Trainingslager ging. Heiligs Blechle. Radfahren macht Spass, aber die Berge nicht vernünftig hochkommen ist nicht lustig. Gar nicht lustig.

Wehe, es lacht einer. ;-)

Das-alles-falsch-Trainingslager.

Dienstag, den 18. März 2008

Gestaltet Euer Trainingslager doch mal kreativ. Nix mit tollen, wissenschaftlichen Büchern und fundierter online-Trainingsplanung oder gesunder Ernährung. Führt Euch doch mal auf, wie Ihr es schon immer wolltet. Und macht einfach mal alles falsch.

Vor dem Trainingslager

Am besten den Körper komplett herunterfahren. Idealerweise bereits 6 Monate vor dem angestrebten Termin des Trainingslagers. Das vollständige Herunterfahren des Körpers kann prima unterstützt werden durch viel Fast-Food, Alkohol, unregelmäßigen und möglichst späten Schlaf, oder auch durch einen Unfall, der Euch lange ans Bett fesselt. Keinesfalls das Trainingslager durch Training vorbereiten. Da könntet Ihr Weicheier ja auch gleich zu Hause bleiben.

Ausnahmsweise GA1. Juhu. Auch mal nett. Und ich sehe mal nicht fett aus.Fahren mit den Großen. Wer erkennt den korpulenten Radler hinten im roten Dress?Gute Laune durch gutes Wetter? Gift, wenn Ihr alles falsch machen wollt.Am Meer rollts prima. Deswegen: brettern was das Zeug hält verhindert jeden Formanstieg.Sie fahren wirklich rum, die goldenen Shamals. Wirklich. Mit goldenen Contis. Cooooool!Waterloooooooohooooo. Unfit Klettern ist nicht nett, gar nicht nett.Was um Gottes Willen ist denn DAS für eine Einstelllung? Hä?

Während des Trainingslagers

Da Euer Körper völlig am Boden liegt, macht es Sinn, möglichst massiv auf den Körper einzuprügeln. Also nix GA1, brettern was das Zeug hält, ist angesagt. Ruehtage sind selbtsverständlich schädlich weil Zeitverschwendung und was für Luschen. Wenn Ihr in Gruppen fahrt, dann natürlich immer vorne. Gas geben ist alles was zählt, zeigt den anderen, wo der Hammer hängt. Koste es was es wolle. Je höher der Preis, deste größer der Ruhm.

Da Ihr in einem schicken Hotel mit leckerem Buffet seid, schaufelt am besten rein, was Ihr auf den Teller bekommt. Am besten extrem viel Kohlehydrate und Cola. Auf Gemüse, Fleisch etc. bitte vollständig verzichten. Mikronährstoffe führt der geneigte Athlet wenn schon, dann in künstlicher Form zu sich.

Berge sind das Böse. Wenn Ihr GA1 trainieren wollt und total unfit seid, zumindest.Mit Profis trainieren versauts Euch komplett. Rechts: Nicole Leder. Wenn die regenerativ trainiert, dann geh ich am Stock.Grün. Daheim ist alles braun-grau-eklig. Für einen Depressiven die Hölle.GA1 ist alles was zählt. Nur GA! fahren, Leute. GA1 bringt Euch weiter.Tierischer Besuch in einer Aero-Bremse, äh, ich meine den sooooo tollen neuen R-SYS Laufrädern von Mavic.Spaß muss sein. Aber nicht im Trainingslager. Da wird sich gefälligst geschunden. Zefix, Zustände sind das.Spasseken mit Profis. Hier Karl Platt, gar nicht platt nach dem Sunshine Cup auf Zypern.

Nach dem Trainingslager

Füße hoch, schliesslich habt ihr viel geleistet. Und esst mal anständig, hört auf Eure Mütter. Das Training nehmt erst wieder auf, wenn der erste Wettkampf unmittelbar bevorsteht.

Urlaub mit Radfahren: Demotivation für Daheimgebliebene…

Mittwoch, den 27. Februar 2008

Demotivation für Daheimgebliebene

Was brauch ich schon mehr?

;-)

Urlaub mit Radfahren. Statt Trainingslager.

Montag, den 18. Februar 2008

Ach Du Sch***se, schon wieder sowas. Jahr für Jahr reise ich nach Zypern um mir im Frühjahr die für die Saison notwendigen Grundlagen herbeizuleiden. Und jetzt das. Das macht nach fast 8 Monaten Sport-Abstinenz ja quasi überhaupt keinen Sinn!

Schliesslich ist das Motto für jeden halbwegs motivierten Ausdauersportler ja …

No Pain No Gain

…oder so ähnlich.

Also warum fliege ich nach Zypern? Zum Radfahren, ja nee, is klar, ne. Aber zum ersten mal nicht um dort zu trainieren. Urlaub mit Radfahren. Statt Trainingslager. Das kann ja mal heiter werden. Oh jeh…

Mal sehen, wie es ohne Druck oder Zug geht…

Vielleicht lese ich ja diesmal die Bücher, die ich sonst nur hin- und wieder zurück schleppe.

Rennradwoche mit Kai Hundertmarck im Club Aldiana, Zypern

Montag, den 12. März 2007

Die 5 Rennradtage mit Kai Hundertmarck beginnen am ersten Tag bereits vor dem Frühstück. Ganz Profi der alten Schule beginnt Kai sein Seminar mit einem 30-minütigen Frühsport-Programm bestehend aus Laufen und Stretching. „Ich weiss ja nicht wie es Euch geht, aber ich mach gern Sport“ ist einer der ersten Sätze von Kai beim Frühsport – er hat die Lacher jedenfalls auf seiner Seite.

Das Programm der 5 Tage ist ambitioniert – nach einem 60km kurzem Einrollen am 1. Tag sieht das Programm auf dem Rad doch schon mal ganz sportlich aus. Am 2. Tag stehen 105km mit 1400Hm auf dem Programm und wir arbeiten uns dabei den ersten Berg hinauf. Für Einige in unserer Gruppe ist das nach einem Winter mit wenig Training dann doch durchaus anstrengend – aber mal ehrlich, wenn wir es leicht haben wollten, dann würden wir doch Fußball spielen oder einen Downhill-MTB-Kurs belegen, stimmts?

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Abends hören wir von Kai einen kurzen Vortrag über Sitzposition, Radtechnik und –pflege. Am nächsten Tag feilen einige an Ihrer Sitzposition herum, ich für meinen Teil pflege mein Rad. Denn Kais Tipp, die Vorbaulänge für einen Radprofi sei dann korrekt, wenn der Vorbau so lang ist, dass man bequem mit der Hand herum fassen kann um im Café cool auszusehen, werde ich erst umsetzen können, wenn ich meinen Radhändler besucht habe. Wobei ich es eigentlich cooler finde, das Rad so locker am Sattel festhaltend vor bzw. neben sich her zu schieben.

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Am 3. Tag wird gerollt: 160km flach nach Famagusta in den von der Türkei besetzten nördlichen Teil Zyperns gestalten sich eher einfach, aber launig. Es gibt reichlich Gelegenheit miteinander und mit Kai zu plaudern. Wir besichtigen die zerbombten Hotels am wunderbaren Strand Famagustas und ich wundere mich bei meinem 5. Besuch auf Zypern dann doch mal wieder darüber, wie aus wirtschaftlicher Sicht wenig entwickelt der türkische Teil Zyperns doch ist.

Der 4. Tag dient dann der Regeneration, nach Frühsport und Frühstück stehen „nur“ 60km mit 850Hm auf das Kloster Stavrovrouni an, einem der strengsten Klöster Europas. Die meisten Teilnehmer unseres Trainingscamps ziehen es aber vor, die letzten 7km zum Kloster nicht mitzufahren. Ein Fehler, die Aussicht vom vulkanartig aussehenden Berg ist einfach grandios. Ergänzt wird der Regenerationstag von Kai mit einem Vortrag über Trainingslehre mit einigen hilfreichen Tipps um besser zu werden. Nur machen müssen wir das dann noch selbst.

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5. Tag, Königsetappe. 145 km, 2500Höhenmeter. Knackig, ziemlich schwer eigentlich. Ich habe zwar im Winter recht fleissig trainiert, aber beim Gedanken an den über 20km langen Odou-Pass frage ich mich dann doch, ob die Kletterei zum Kloster unbedingt hat sein müssen. Die Qualen halten sich jedoch in überschaubaren Grenzen.

Die Landschaft im Trodos-Gebirge ist im März atemberaubend schön, sattes grün, viel gelb-blühende Pflanzen und der Duft von Pinienwäldern, herrliche Ausblicke vom Odou-Pass und ein allseits präsenter Kai Hundertmarck, der mit vielen kleinen Anekdoten und Geschichte aus dem Radsport dafür sorgt, dass unser Saisoneinstieg ein schönes Erlebnis wird.

„Die Woche hat mich für das Jahr sehr motiviert“ sagt jemand aus unserer Gruppe bei der Feedbackrunde beim gemeinsamen Abendessen zum Abschluss der Woche. Recht hat er, meiner Moral für das nun doch deutlich intensiver werdende Training wird es sicher gut tun!

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Hier noch meine TOP5 von Kais Sprüchen, Kommentaren und Radsport-Weisheiten:

Platz 5: Ist das ne Mikrokurbel? (Zu meiner Kompaktkurbel)

Platz 4: 34/21 an ner 6%igen Steigung, da trittst ja ins Leere…(Zum gleichen Thema)

Platz 3: Ich weiss ja nicht wies Euch geht, ich mach gern Sport (Beim Frühsport)

Platz 2: Essen ist ein Zeichen von Schwäche. Trinken auch. (…)

Platz 1: Der Café im Club ist umsonst (Über beide Ohren grinsend zum Vorschlag einer Kaffeepause, nach 90km und vor weiteren 70km)

Mehr Informationen über Kai Hundertmarck, seine Karriere als Radprofi/Triathlet und Seminarangebote gibt’s hier auf seiner Homepage.

Die GPS-Daten der Touren gibt es bald als Download in der Service-Ecke. Wiederkommen lohnt sich!