… meldet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua:
Die 108km lange Straße windet sich immerhin auf 5200m Höhe. Für den Fackellauf niegelnagelneu asphaltiert. Um die 13 Mio € hat sich die chinesische Regierung den Spaß – äh, meine ökologischen Schwachsinn -kosten lassen.
Da könnte man als nach Herausforderungen suchender Rennradler ja auf richtig blöde Gedanken kommen, oder?
Wer jetzt aus irgendwelchen Gründen einen “objektiven” Bericht will, mag bitte olemax.com verlassen. Jetzt. Los, raus hier.
Mir ist Gott erschienen, wollte ich diesen kleinen Artikel betiteln. Aber Mark Knopfler ist halt nicht Gott – oder womöglich doch?
Der gute Mann schlurgte mit einer unglaublichen Gelassenheit gegen 20.03 Uhr auf die Bühne. Also 3 Minuten zu spät. Keine Vorband, kein relevantes Bühnenbild, kein Gedönse. Und fängt dann einfach mal an, paar entspannte Songs zum besten zu geben. Produziert seine wunderbaren Melodien einen Tick ruppiger als auf den Alben, baut in vielen Songs einen an klasssiche Theaterstücke erinnernden Spannungsbogen auf, haut dem ihm äußerst zugetanen Publikum einige Soli um die Ohren, die mehr sind als aneinader gereihte Töne. Geschichten erzählt er mit seiner Gitarre, die dort anfangen, wo die Texte enden. Und wird deswegen (ich meine zurecht) von seinen Zuhörern bejubelt.
So einfach ist das wohl mit guter Musik. Kaum stehst mal 30 Jahre auf der Bühne, schreibst ein paar hundert Songs und veröffentlichst ein Dutzend Alben, schon hast es drauf. Was Mark Knopfler da treibt ist so unendlich weit weg von diesem Casting-Show-Gewürge, es lässt sich kaum in Worte fassen. Die Casting-Typen sind gemachte Marionetten, Marketing-Produkte; Mark Knopfer und viele seiner Kollegen sind Künstler. Und das ist gut so.
Klar, Mark Knopfler ist nicht Gott. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass er besser Gitarre spielen kann. Sehr sicher.
…manchmal aber auch nicht. Hier (Danke, Gerhrad!) eine kleine Minidokumentation, wie unglaublich mies es mir an eigentlich jedem Berg in meinem alles-falsch-Trainingslager ging. Heiligs Blechle. Radfahren macht Spass, aber die Berge nicht vernünftig hochkommen ist nicht lustig. Gar nicht lustig.
Am Ostersamstag geht sie so richtig los, die Saison der Radprofis. Mailand-San Remo steht auf dem Programm. In diesem Jahr hat die Auflage dieses uralten Klassikers 298km. Ein ziemlich langes Rennen also, das längste im Kalender des Profi-Zirkus. Und die 298km haben es in sich. Ist es doch nicht die schiere Länge, die das Rennen ausmacht.
Jahr für Jahr stellen sich die Kommentatoren die Frage, ob das Rennen von Aureissern oder von den Sprintern entschieden wird. Oft sind des dann die Sprinter, aber eben doch nicht immer. Spannung ist garantiert. Schliesslich schmerzen die Hügel am Ende des Rennens beträchtlich. Berge sind es nicht, aber Hügel sind mühsam – nach mehr als 250km.
Für den gemeinen Hobbyradler stellen sich 2 zentrale Fragen:
Warum zum Geier sollte ich mich daran denn nicht mal versuchen?
Wie werde ich mich wohl fühlen, wenn ich nach fast 290km den Poggio hochfahre?
Leider werdet Ihr diese Fragen nie benatwortet bekommen, wenn Ihr es nicht versucht. Gelegenheit dazu habt Ihr am 1. Juni, wenn der UCSanremo die Classicissima als Jedermannrennen veranstaltet. Eine sensationelle Veranstaltung. Deutlich weniger Teilnehmer als bei den anderen populäreren Jedermann-Rennen. Und mal erhlich, wer hat nicht mal Lust drauf, mit 45km/h in einem geschlossenen Feld eine gesperrte Autobahn entlang zu brettern?